Schütze dich!

Als Arbeitgeberin liegen der SOB die Sicherheit und Gesundheit ihrer Mitarbeitenden am Herzen. Besonders, wenn sie potenziell gefährliche Arbeiten ausführen. Wir können die Mitarbeitenden aber nicht bis Feierabend in Luftpolsterfolie verpacken. Deshalb tragen sie, wenn immer nötig, die persönliche Schutzausrüstung (PSA). Doch was genau ist die PSA?

Text: Claudine Roth
Fotos: Daniel Ammann
Model: Daniel Haltiner

Von den gut 600 Mitarbeitenden der SOB sind rund 260 in den Geschäftsbereichen Support und Infrastruktur angestellt. Ein Grossteil von ihnen erledigt täglich Arbeiten, die ohne die entsprechenden Fachkenntnisse oder Ausbildung gefährlich sein können. Ein Mitarbeitender des Ressorts Fahrbahn, der sich im Gleisbereich bewegt, begibt sich in Gefahr, weil Züge an ihm vorbeirauschen. Oder ein Kollege im Service-Zentrum, der auf dem Dach eines Zugs etwas repariert, geht in der Höhe ebenfalls ein Risiko ein. Um sich vor Gefahren zu schützen, tragen unsere Mitarbeitenden die PSA.

Gesetze, Verordnungen und Vorschriften

Das Tragen der PSA ist in der Verordnung über die Unfallverhütung festgelegt. Die SOB ist laut Bundesgesetz zur Unfallversicherung verpflichtet, alle möglichen Massnahmen zu treffen, um Berufsunfälle und Berufskrankheiten zu verhindern. Das beinhaltet unter anderem technische und organisatorische Vorkehrungen*, wie zum Beispiel die Tatsache, dass sich bei der SOB ohne konkreten Auftrag niemand im Gleisbereich bewegen darf. Neben Gesetzen und Verordnungen gelten für die Mitarbeitenden auch die Vorschriften der Suva (Schweizerische Unfallversicherungsanstalt) und der EKAS (Eidgenössische Koordinationskommission für Arbeitssicherheit) sowie weiterer Institutionen, die für die Arbeitssicherheit zuständig sind oder sich mit ihr befassen.

Von Kopf bis Fuss geschützt

Kann die SOB durch die getroffenen Vorkehrungen die Unfallgefahr nicht oder nicht ganz ausschliessen, muss sie den Mitarbeitenden eine Schutzausrüstung zur Verfügung stellen. Die Kleidung hat neben der Schutz- auch eine Warnfunktion. Tagsüber sind die Mitarbeitenden dank der auffälligen orangen Farbe gut zu erkennen, bei schlechtem Licht oder nachts leuchten die reflektierenden Streifen an der Kleidung. Die Schutzausrüstung besteht aus vielen Einzelteilen, wovon jedes für einen bestimmten Zweck oder Arbeitsgang getragen wird.

Hauptsache sicher

Von einigen Teilen der Schutzausrüstung gibt es spezielle Ausführungen, zum Beispiel von der Sicherheitshose. Ein Mitarbeitender, der mit Fahrstrom zu tun hat, trägt störlichtbogenfeste und flammenhemmende Hosen. Diese verhindern den Unfall nicht, reduzieren aber dessen Folgen und schützen zusätzlich vor den thermischen Auswirkungen bei Starkstromunfällen, z.B. vor Verbrennungen. Für die SOB ist das Einhalten der Gesetze, Verordnungen und Vorschriften selbstverständlich. Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeitenden steht an erster Stelle. Wir wollen bereits im Vorfeld des eigentlichen Arbeitsgangs alle möglichen Gefahren verhindern, sodass unsere Mitarbeitenden nach Feierabend gesund und wohlbehalten zu ihren Liebsten nach Hause zurückkehren können.

*Um zu bestimmen, welche Massnahmen in Kraft treten, findet zunächst eine Gefährdungsermittlung statt. Danach werden die Massnahmen nach dem STOP-Prinzip geplant: Substitution (Gefährdung entfernen), Technisch (Maschine durch sicherere ersetzen), Organisatorisch (Kennzeichnung, Schulung), Persönlich (Persönliche Schutzausrüstung). Die PSA ist somit Teil des STOP-Prinzips.

Einzelteile der PSA

Leuchtweste

Sicherheitshosen

Langärmeliges Oberteil

Schutzausrüstung gegen Absturz

Handschuhe

Helm oder Anstosskappe

Sicherheitsschuhe